Methodentraining Orientierungsstufe – Bücherei-Besuch

Unsere Sechstklässler verbringen einen Vormittag in der Stadtbibliothek im Palais Walderdorff, wo sie ganz allgemein den Betrieb einer Bibliothek kennenlernen, dann aber auch den Medien-Bestand der Trierer Bücherei (Belletristik, Sachliteratur, einführende wissenschaftliche Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, CDs und MCs mit Musik und Hörspielen, CD-ROMs mit PC-Games und Lernsoftware, Noten, Zeitschriften und Tageszeitungen) sowie moderne Ausleihtechniken (Onleihe von digitalen Medien).
Dann gilt es zu lernen, wie man mit dem Katalog der Bücherei, der übrigens auch online ist, umgeht; anschließend vertiefen die Schüler ihr Wissen über den Katalog und unterschiedliche Suchkriterien, indem sie selbstständig Recherchen ausführen; diese werden dann später in Form von Vorträgen oder Lernplakaten präsentiert.

Sozialkompetenz stärken - Klassentag der 6. Klasse

Beim Klassentag geht es zunächst um die Stärkung individueller Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung, dann um die Stärkung der Persönlichkeit durch Entdecken der eigenen Stärken, Stehen zu sich selbst, aber auch um den konstruktiven Umgang mit den eigenen Grenzen.
Der zweite Block kreist um den Stand in der Klassengemeinschaft (Welche Rolle habe ich? Wie sehe ich mich in der Klasse, wie werde ich gesehen? Wieviel Nähe wünsche ich, lasse ich zu, wo ziehe ich Grenzen?).
Gemeinsam etwas tun, sich absprechen, zusammenarbeiten – darum geht es im dritten Block, wo in spielerischen Übungen Kooperation und Solidarität gestärkt werden.
Zur Durchführung des Klassentags engagieren wir in der Regel auswärtige Referenten und Orte, z.B. das Jugendzentrum Mergener Hof.
Dz, L-L

Methodentraining - Oberstufe

Ein fünftägiges Studium und Training der Rhetorik absolvieren unsere Schüler/innen zu Beginn der 11 in der Europäischen Akademie Otzenhausen, einem unserer Kooperationspartner.
In dem Seminar setzen sich die jungen Erwachsenen mit dem Thema „Gleichheit und Demokratie in Europa“ auseinander, einer Problematik, die sie unmittelbar angeht und motiviert.
Die erarbeiteten Inhalte werden in Redebeiträgen (Informations- und Meinungsreden) fundiert dargestellt und somit handlungsorientiert und nachhaltig verarbeitetet. Unsere Schüler/innen lernen die theoretischen und praktischen Grundlagen der Rhetorik kennen (v.a. Erstellen eines effizienten Stichwortzettels, Systematik im Aufbau, Umsetzung von unterschiedlichen Sprechabsichten und –wirkungen) und setzen diese in kurzen Reden um.
Eine abwechslungsreiche Methodik fordert und fördert das Lernen:
Gruppenarbeiten mit selbstgesteuerten Lernphasen und Ergebnispräsentation im Plenum, praktische Übungen, Redesituationen mit individueller Rückmeldung und Video-Feedback, klassische Vortag-Diskussions-Settings sowie der Einbezug von multimedialen Arbeitsmaterialien.
Höhepunkt und Abschluss der lernintensiven Veranstaltung bildet ein Präsentationsabend, zu dem auch die Eltern und das Lehrerkollegium eingeladen sind.
Von der Lernsituation her erhält dieses Seminar seine besondere Note durch die Verknüpfung der aktuellen Thematik Europa mit dem Erwerb rhetorischer Medienkompetenz; nicht zu unterschätzen ist jedoch auch der fünftägige Aufenthalt an dem außerschulischen Lernort, der den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der MSS ermöglicht, ihre Stufen- und Kursgemeinschaft näher kennenzulernen und so mehr Sicherheit in dem für sie neuen Lernarrangement zu gewinnen.
S. Den,  M. L-L
  (2011)

Rhetorikseminar in Otzenhausen 2017

„No limits - globale Perspektiven auf Flucht und Migration“
Das Rhetorikseminar unserer 11. Jahrgangsstufe in Otzenhausen 2017

Die Jahrgangsstufe 11 absolvierte dieses Jahr bereits zum neunten Mal das Rhetorikseminar an der Europäischen Akademie in Otzenhausen.

„Migration und Flucht“ sind schon lange ein Thema in den Medien, weshalb wir, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums, uns während eines viertägigen Rhetorikseminars an der Europäischen Akademie Otzenhausen mit genau dieser Thematik auseinandergesetzt haben.

Bereits am ersten Tag wurde uns in Kleingruppen übermittelt, wie wichtig eine gute Vorbereitung vor einer Rede ist. Dabei ist zu beachten, dass man die recherchierten Informationen verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten zuordnet, eine Gliederung erstellt, eine Grob- und Feinstruktur erarbeitet, ein Stichwortkonzept anlegt und Sprechversuche durchführt.
Mit diesem erlernten Wissen haben wir dann eine Informationsrede zu verschiedenen Aspekten der Rahmenthematik (Migrationsarten und Fluchtursachen) vorbereitet.

Am darauffolgenden Tag hielten wir diese Informationsreden, welche auch gefilmt wurden, um uns ein möglichst genaues Feedback geben zu können. Wir wurden auf die Betonung von Sätzen und Wörtern aufmerksam gemacht, auf unsere Gestik und Mimik und unser allgemeines Auftreten während des Vortragens. Noch am gleichen Tag wurde uns am Beispiel von Flipcharts und Moderationswänden gezeigt, wie man einen Redebeitrag durch den gezielten Einsatz von Visualisierungen spannender und ansprechender gestalten kann.

Alexander Metternich, ein gebürtiger Amerikaner, hielt am dritten Tag unseres Seminars einen Vortrag über den aktuellen Klimawandel im Zusammenhang mit Klimaflucht und machte uns damit auf die ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Ursachen und Folgen des Klimawandels aufmerksam. Er stützte seine Ausführungen durch eine Power-Point Präsentation.
Nach dem Besuch von Alexander Metternich bereiteten wir einen weiteren Redebeitrag vor, den wir mit diesmal zusätzlich mit unterschiedlichen Visualisierungen gestalten sollten.

Am vierten Tag beschäftigten wir uns ausschließlich mit der Vorbereitung unserer Abschlusspräsentation am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, um dem Publikum einen möglichst umfassen-den Einblick in die Arbeitsschritte und -ergebnisse des Seminars bieten zu können.

Das Rhetorikseminar hat uns, den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11, sehr gut gefallen. Wir haben viele neue Dinge über Fluchtgründe und deren Komplexität gelernt und unser Wissen im Bereich der Redevorbereitung und dem Halten einer Rede erweitern können. Dieses Wissen werden wir in unseren restlichen Schuljahren, aber auch in unserem beruflichen Werdegang sicherlich immer wieder anwenden können. Zusätzlich hat dieses Seminar uns auch als Gemeinschaft näher zusammen gebracht, denn wir konnten uns alle besser kennenlernen und hatten sehr viel Spaß während dieses viertägigen Seminars.

Text: Jacqueline Kicharts; Bilder: Paul Wolf

Eindrücke von der Präsentation