Geschichte - Chronik

Die folgende Chronik ist eine Kurzfassung aus der FWG-Festschrift, die im Rahmen der 400-Jahr-Feierlichkeiten entstanden ist. Sie knüpft einerseits an die Festschrift aus dem Jahre 1913 an. Zusätzlich wurden von Kolleginnen und Kollegen der Schule bisher kaum zugängliche Akten, Urkunden und Briefe ausgewertet.  Wir haben uns zu einer etwas ausführlicheren online-Fassung entschieden, spiegelt doch die Schulgeschichte deutsche Geschichte seit der Aufklärung wider.Die folgende Chronik stützt sich im Wesentlichen auf folgenden Aufsatz: Gross, Guido, Zur Geschichte des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, in: Schwall, J. (Hg), 400 Jahre Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier, Trier 1961, S.7-74.
Dr. Birgit Palzer-Rollinger

1561: Gründung des Jesuitenkollegs Trier
Der Rektor der Jesuiten-Universität in Trier verkündete den Beginn des Unterrichts im neu gegründeten Jesuiten-Gymnasium (Collegium Trinitas), aus dem später das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium hervorgeging. Unterrichtet wurden Logik, Rhetorik und Humanität. Wichtiger Grundsatz des Ordens war es, den Unterricht unentgeltlich abzuhalten. Auch der einzelne Lehrer durfte den Unterricht nicht zur persönlichen Einnahmequelle machen. So war das Kolleg auf die Einnahmen durch Schenkungen angewiesen, so z.B. durch die des aufgegebenen Klosters St. Barbara und des Erzbischofs Eltz, zu denen u.a. das Weingut von Wüstenbrühl gehörte – mit 11.750 Rebstöcklen und den dazu gehörigen Gutsgebäuden. Rund zehn Jahre später war die Schule bereits auf 1000 Schüler angewachsen, die aus dem Rheinland, aus Luxemburg, Lothringen, den Spanischen Niederlanden und Bayern kamen. Zu dieser Zeit ist das Collegium Trinitas die einzige Schule in Trier. Das Gebäude befand sich am heutigen Justizplatz. 1614 wird der Neubau in einem Teil des ehemaligen Friedrich-Wilhelm-Gymnasium bezogen.

1773: Auflösung des Jesuitenordens
Da die politische Macht der Jesuiten gefürchtet wurde, ließ der Papst 1773 den Jesuitenorden verbieten.  Fortan prägte und förderte der letzte Kurfürst von Trier, Klemens Wenzeslaus, in entscheidendem Maße das Schulwesen. Im Vordergrund seiner Bemühungen stand jedoch die Erweiterung der Trierer Universität, deshalb musste das „Kurfürstliche Gymnasium“ aus seinen Gebäuden ausziehen. Nun übernahmen Weltgeistliche den Unterricht, die den Lehrplan im Geiste der gemäßigten Aufklärung der Zeit anpassten.1794 Auswirkungen der französischen Schulpolitik Mit dem Einzug der französischen Revolutionstruppen brach der Kurstaat zusammen. Folglich musste sich auch die Schulpolitik den Reglements der französischen Administration unterwerfen. Bei den Schulen unterschied man nun Primärschulen, Sekundärschulen sowie lyceen und Spezialschulen, die den Hochschulfakultäten entsprachen. Das „Kurfürstliche Gymnasium“ wurde zunächst als „École centrale“, dann als École secondaire“ (1803) und schließlich als „Collège“  (1811) fortgesetzt. Auch wenn die äußere Form des Unterrichts zunächst  bis 1798 aufrechterhalten wurde, so hinterließen die geistigen Einflüsse der Zeit doch ihre Auswirkungen auf den Unterricht. Die meisten Professoren orientierten sich an dem neuen, nämlich dem republikanischen Menschenbild. Im Vordergrund stand die Erziehung der jungen Menschen zur Republikanern, zu Technikern und Soldaten – „Funktionalität stand vor Bildung“ (Sigrid Lichkowsky im Video-Beitrag der FWG-Chronik).. Da den Sekundärschulen ein weiter Spielraum gelassen war, näherte sich in der Folgezeit der Unterricht unter dem Einfluss des Direktors Wyttenbach den neuhumanistischen Lehrinhalten und Bildungszielen.
 
1811: Französisches College
Unter französischer Administration wurde das "Kurfürstliche Gymnasium" zunächst als "École centrale", ab 10. März 1803 als "Ècole secondaire" und ab 1811 als "Collège" fortgesetzt. Durch das kaiserliche Dekree Napoleons vom 28. Feb. 1805 wurde außerdem ausdrücklich der Besitzanspruch der Schule an aus dem ehemaligen Jesuitenvermögen stammenden Gebäuden, Grundbesitz und Geldvermögen bestätigt und dieses der Schule zurückgegeben.


1815: Königlich-preußisches Gymnasium
Als Folge des Wiener Kongresses gehörte Trier und das gesamte Rheinlande 1815 zum preußischen Staatsgebiet. Damit verbunden war die Einführung des preußischen Schulwesens. In den ersten Jahren gab es zunächst Ansätze einer Reform.  Zunächst einmal einigte man sich mit dem Direktor Wyttenbach, die Organisationsform des „Collège“ weiterzuführen. Dem „Collège“ kam 1815 das Privileg eines „königlich-preußischen Gymnasiums“ zu, das nur einigen Städten der preußischen Rheinprovinz zugesprochen wurde, nämlich Aachen, Düren, Köln, Düsseldorf und Bonn. Dennoch entsprach das Gymnasium kaum den preußischen Vorstellungen: Den zugrunde gelegten Lehrplan hatte die Schule selbst aufgestellt, ein Lehrplan, „in dem sich nach 1814 Lehrstoff und Lehrweise des französischen collège und der alten Jesuitenschule bzw. des Kurfürstlichen Gymnasiums seltsam mischten“ (Guido Groß, S.25).Die geistigen und politischen Gegensätze der Zeit stießen auch im Schulleben und der Schulpolitik aufeinander, die Ideen der Restauration und der Revolution standen sich gegenüber. 1835 legte Karl Marx an dieser Schule das Abitur ab, zu einer Zeit, als liberale Ideen und die Einflüsse der französischen Revolution das gesellschaftliche und politische Leben in Trier prägten. Gipfelpunkt der Auseinandersetzung war 1834 der berühmte Kasinostreit in Trier. Als Beispiele für Schüler mit revolutionärer Gesinnung sind die „Achtundvierziger“ Friedrich Zell, Ludwig Joseph Bleser, Viktor Valdenaire und der linksliberale Ludwig Simon zu nennen, die alle in der Zeit von 1832-1836 ihr Abitur ablegten. 1840 wird das Bischöfliche Konvikt gegründet, mit der Folge, dass einem erweiterten Schülerkreis der Schulbesuch ermöglicht wurde. Die Schüler kamen aus einem weiteren Umkreis, nämlich  aus Saarbrücken, Adenau, aus Luxemburg und vom Rhein. Die Revolutionsunruhen von 1848 ergriffen auch das Schulleben des Gymnasiums. Lehrer und Schüler zeigten offen ihre Sympathien für die Forderungen der Revolution. Sie unterstützten die Trierer Bürgerwehr mit einer Elitekompagnie, die Paraden abhielt und stolz durch die Stadt exerzierte. Als Zeichen der Unterstützung der Revolution wehte die schwarz-rot-goldene Fahne vom Dach des Schulgebäudes. Schüler weigerten sich bei der Vorfeier des Königs-Geburtstags preußisch-patriotische Lieder mitzusingen. Die Regierung reagierte, indem sie den Lehrern mit Amtsenthebung drohte und auch den Schülern die Mitgliedschaft in demokratischen Vereinen untersagte. Schließlich drohte der Regierungspräsident sogar die Schließung des Gymnasiums an.1849 musst das Schuljahr am 18. August vorzeitig wegen einer Choleraepidemie geschlossen werden, in deren Folge 841 Todesopfer in Trier von 17 148 Einwohnern zu verzeichnen waren.

1896: Friedrich-Wilhelm-Gymnasium
Am 8. August 1896 wird die Schule in königliches "Friedrich-Wilhelm-Gymnasium" umbenannt, um Verwechslungen mit dem neu gegründeten Trierer "Kaiser-Wilhelm-Gymnasium" zu vermeiden.

Zeit des erten Weltkrieges
Zu dieser Zeit geriet die Schule mehr und mehr unter den Primat der Politik, galt es, zum einen die Schüler für den militärischen Dienst vorzubereiten und zum anderen zu Arbeitsdiensten einzusetzen. Turnlehrer und Landsturmvizefeldwebel Busch stellte eine Kompagnie von 165 Schülern zusammen, die er einer einfachen Gefechtsausbildung und Geländeübungen unterzog. „Soldatenmützen auf dem Kopf, voran Trommeln und Pfeifen: so marschierte man zweimal (später einmal) wöchentlich einen ganzen Nachmittag hinaus, häufig zum Platz an der Spitzmühle“ (Guido Groß, S..54).Zu den Arbeitsdiensten, die die Schüler wahrnahmen, gehörten neben den Ernteeinsätzen und anderen landwirtschaftlichen Hilfsdiensten Haus- und Straßensammlungen, Lazarettdienste, Goldsammlungen und Sammlungen von Obstkernen, Bucheckern, Metall und Altpapier, Gummi, alten Landkarten.. Solche Einsätze, aber auch die Unterbrechungen durch Angriffe beeinträchtigten den Unterricht erheblich, so dass „der Unterricht während der Kriegsjahre nur notdürftig aufrechterhalten werden“ konnte – „nicht zuletzt wegen Lehrermangels“, hatten sich doch 26 Lehrer und 323 Schüler freiwillig zum Kriegseinsatz gemeldet.Bis zum Abschluss des Waffenstillstandes waren 9 Lehrer und 59 Schüler gefallen. Ab 1918 übernahmen die Franzosen den Bezirk Trier. Während dieser Zeit bis 1924 war der Unterricht noch weiterhin sehr eingeschränkt, da weitere Schulen in die Räume des FWG übergangsweise übergesiedelt wurden und neun Lehrer wegen des Vorwurfs der antifranzösischen Propaganda bis 1924 ausgewiesen wurden. Erst 1924 konnte der Unterricht wieder in gewohnter Weise fortgesetzt werden.1919 werden im Zuge einer Schulreform die Schülerselbstverwaltung und der Schulelternbeirat gegründet. Es folgt 1928 die Gründung des Vereins der Ehemaligen.

Das FWG zur Zeit des Zweiten Weltkrieges
Ab 1933 wuchs der Druck auf die Schulleitung des FWG, gegen alle diejenigen vorzugehen, die sich kritisch gegen die nationalsozialistische Gesinnung stellten. So wurde Direktor Heim beauftragt „zu melden, welche Lehrer eine national-sozialistische Zeitung halten und welche nicht, welche Lehrer persönlich oder über ihre Kinder Verbindungen zu konfessionellen Jugendbünden unterhalten“, welche Lehrer im Verdacht stünden, nicht „ ´rückhaltslos´ für den nationalen Staat einzutreten“ und welche Lehrer nicht ihrer Wahlpflicht nachgekommen seien (Guido, Groß, S.59f). Auch wenn der Direktor selbst sich solchen Pflichten entzog, gab es doch Denunziationen von anderer Seite. Im gleichen Jahr wurden die Lehrer verpflichtet, den Hitler-Gruß einzuführen und sie mussten 1934 den Eid auf den Führer leisten. In der Folgezeit sollten Lehrer und Schüler in nationalpolitischen Lehrgängen umerzogen werden. Zu diesem Zweck wurden dreiwöchige Aufenthalte in die Jugendherbergen nach Morbach, Kreuznach, Prüm und Maria-Laach unternommen.  Die Hitler-Jugend versuchte in Veranstaltungen und Kundgebungen den Einfluss von kirchlichen Jugendorganisationen wie der MJC zurückzudrängen und die Schüler zu verpflichten, der HJ beizutreten.Dass es trotz der Vielzahl der Verordnungen nicht gelungen war, bei vielen die bestehende Gesinnung zu verdrängen, beweist ein beispielhafter Konflikt zwischen Partei und Schule, der in der Öffentlichkeit Aufsehen erregte. Am 24.Oktober 1936 meldete der Direktor Heim seiner vorgesetzten Behörde, dass ein im Lehrerzimmer hängendes „Christusbild eine Beschädigung durch zwei Schüsse in die Stirn und einen Schuss in die rechte Hand aufweise“ (Guido Groß, S.62). Ein jüngerer Kollege habe ihn, den Schützen rühmend, auf das Bild aufmerksam gemacht. Dieses Ereignis löste in der Öffentlichkeit großes Aufsehen aus, so dass sogar Erzbischof Bornewasser in seiner Predigt dieses Beispiel anprangerte. Es kam daraufhin zu Verhören durch die Gestapo, die erfolglos blieben. „Aber sieben Studienräte, die erklärt hatten, ein weiteres Zusammenarbeiten mit einem bestimmten Kollegen sei infolge seines bei anderen Gelegenheiten wie insbesondere anlässlich der Beschädigung des Christusbildes gezeigten Benehmens unmöglich, werden schärfstens gerügt. Ihre gemeinsame Eingabe gegen einen Amtsgenossen widerspreche dem Wesen des Nationalsozialismus und des autoritären Staates.“ (ebda)In den folgenden Ermittlungen ging es nicht darum, den Schützen zu ermitteln, sondern Anschuldigungen gegen das Gymnasium zu sammeln. Diese Berichte zeigen, dass trotz der kleinen Zahl der überzeugten Parteianhänger der traditionelle Geist nicht ausgelöscht war. In seiner Untersuchung zitiert Dr. Guido Groß aus verschiedenen Quellen, in denen der „schwarze“ Geist des FWG gerügt worden war. Ein Beispiel für mehrere: „ ´Wir Nationalsozialisten haben absolut nichts zu sagen,´bemitleidet sich der dritte, und es seien ´die Vorkämpfer des Nationalsozialismus ohne jedes Recht. (...) Man muss es als beschämend und unwürdig empfinden, in der ganzen mittelalterlichen Atmosphäre, die dieser Schule den Stempel aufdrückt, unterrichten zu müssen. Man könnte jede Lust an seinem Beruf verlieren. Heiligenbilder und Kruzifixe beherrschen Lehrerzimmer, Gänge und Klassenräume.´ die früheren Zentrumsleute ständen ´flüsternd in Klübchen zusammen´.“ (Guido Groß, S.63)Auch der Unterricht musste sich zunehmend den Leitgedanken nationalsozialistischer Erziehung unterwerfen. Dies verdeutlicht folgende Quelle aus Hitlers „Mein Kampf. 85.-94. Aufl. München 1934, S.452, 474, 456, 475f., zitiert nach Guido Groß, S.64f: „Der völkische Staat hat (...) seine gesamte Erziehungsarbeit in erster Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten. Hier aber wieder an der Spitze die Entwicklung des Charakters, besonders die Förderung der Willens- und Entschlusskraft, verbunden mit der Erziehung zur Verantwortungsfreudigkeit, und erst als Letztes die wissenschaftliche Schulung“.„Planmäßig ist (...) die Erziehung so zu gestalten, dass der junge Mensch beim Verlassen seiner Schule nicht ein halber Pazifist, Demokrat oder sonst was ist, sondern ein ganzer Deutscher“. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass insbesondere die altsprachlichen Gymnasien auf Skepsis und Ablehnung stießen. Beredeter Ausdruck findet dies in der Bezeichnung „Sonderform“ des Gymnasiums. Eine starke Beeinträchtigung bildete in diesem Zusammenhang das Verbot vom 27. Oktober1939, das der Schule untersagte, künftig neue Schüler des Konvikts aufzunehmen.Der Unterrichtsausfall durch die Einberufung von Lehrern wurde versucht durch die Wiedereinstellung pensionierter Lehrkräfte aufzufangen. Mit dem Kriegseintritt musste der Unterricht starke Beeinträchtigungen hinnehmen. Waren in der Vorkriegszeit noch Vorträge, Filmvorführungen und Parademärsche eher vereinzelte Störungen, so kam es mit dem Kriegseintritt zu länger anhaltenden Ausfällen. Mehrere Schulklassen nahmen teil an Ernteeinsätzen., Hilfe bei der Kinderlandverschickung, Skilehrgängen und Wehrertüchtigungslagern. Weil das Gebäude der Hindenburg-Oberschule von der Wehrmacht belegt wurde, mussten ihr die Räumlichkeiten des FWG  für zwei Tage in der Wochen zur Verfügung gestellt werden. Abruptes Ende fand der Unterricht nach Fliegeralarm und nächtlichen Brandwachen. Die Kontinuität des Unterrichts wurde insbesondere für die Jungen unterbrochen, die eingezogen wurden zum Kriegsdienst oder Arbeitseinsatz, zum Bau von Stellungen und Panzergräben. Am 30. August 1944 war der letzte Unterrichtstag am FWG, da die Stadt schweren Bombenangriffen ausgesetzt wurde und in den Folgemonaten weitgehend evakuiert wurde.Während der Zeit des Krieges sind 59 Schüler und neun Lehrer gefallen. Mit Entsetzen musste man in viel späterer Zeit erfahren, dass der Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der als Chef der Geheimen Staatspolizeit (Gestapo) für die Ermorderung von Mitgliedern der Résistance und der Deportation der Juden in Lyon verantwortlich war, ehemaliger Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums war.


Das FWG in der Nachkriegszeit
Am 2. Oktober 1945 wurde der Unterricht mit 250 Schülern und 10 Lehrern wieder aufgenommen. Da das Schulgebäude neben der Jesuitenkirche völlig zerstört war, musste man sich gemeinsam mit den anderen Schulen die Räumlichkeiten des Auguste-Viktoria-Gymnasiums teilen, die sich vormittags und nachmittags im Unterricht abwechselten. Um einen kontinuierlichen Unterricht zu ermöglichen, wurden die Gebäude von St. Maximin notdürftig hergerichtet. Von 1946 bis 1961 fand hier eher behelftsmäßig der Unterricht statt. Lehrermangel, fehlende Lehr- und Lernutensilien, so z.B. fehlende Geschichts- und Erkundelehrwerke, behinderten den Unterricht erheblich. Vieles musste den Schülern zur Niederschrift diktiert werden. Auch den Schülern selbst mangelte es an Nahrung und Kleidung.  Die bis 1950 eingerichtete Schulspeisung versuchte die allergrößte Not zu verhindern. 1961 – rechtzeitig zur 400-Jahrfeier - zog das FWG in das jetzige Gebäude an der Fausenburg um. Finanziert wurde der Bau von der Stiftung des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, dem Weingut Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Somit konnte die Stadt Trier von den anfallenden Baukosten der städtischen Schule entlastet werden.2004 verkauft das Land Rheinland-Pfalz die Stiftung des Weinguts Friedrich-Wilhelm-Gymnasium an die Bischöflischen Weingüter. Der Wein wird jedoch noch unter der Bezeichnung „Friedrich-Wilhelm-Gymnasium“ weiterhin verkauft.