Begegnung mit dem Judentum für unsere 6. Klassen

Mit einem sehr lebendigen Vortrag zum Thema "Schabbat - Sonntag - Ruhetag" hat der aus Jerusalem kommende Referent Herr Arie Rosen den Jungen und Mädchen unserer 6. Klasse zentrale Aspekte der jüdischen Religion nähergebracht. Das Schulprojekt steht im Rahmen der "kulturellen Begegnungen", organisiert von Jerusalem aus.

Interessant und anschaulich war der Vortrag, weil Herr Rosen von sich persönlich erzählte und auch eine kleine Ausstellung kultischer Gegenstände dabeihatte, die er präsentierte.

Da ging es zunächst um die Bedeutung der Thora als geschichtliches Werk und als Gesetzesbuch sowie ihre Verehrung (Thorarolle, Thoramantel und -schild, Thorafinger).

Wie wichtig der Talmud (Buch, in dem die Auseinandersetzung der Rabbiner mit den Gesetzen der Thora festgehalten ist) ist, verdeutlichte Herr Rosen an der Bedeutung des Gebotes "Aug um Aug, Zahn um Zahn".

Am zentralen Gebet, dem Sch´ma Israel, erklärte er den Monotheismus; wie wichtig dieses Gebet den Juden ist, machen Mesusa und Teffilin deutlich.

Die letzte große Einheit kreiste um den Schabbat: In lebendiger Weise erzählte Herr Rosen von der Bedeutung des Schabbat (als Tag des Ruhens und Innehaltens - in Anlehnung an die biblische Schöpfungsgeschichte),  schilderte die einzelnen Etappen der Schabbat-Feier, zeigte die entsprechenden "Geräte" und erklärte den Jugendlichen auch, welche Auswirkung das Verbot des Arbeitens am Schabbat hat.

Da gibt es z.B. das Verbot, am Schabbat ein Feuer anzuzünden, woraus sich nicht zuletzt auch das Fahrverbot für Autos im orthodoxen jüdischen Viertel ableite. 

Oder das Verbot, elektrische Geräte einzuschalten, was zur Folge habe, dass alle elektronischen Geräte am Schabbat verboten sind - Handy, Playstation, Fernseher, Telefon … Unsere Schüler und Schülerinnen staunten!!!

Wie interessant und spannend das "Andere" einer Religion ist, wurde in den sich an den Vortrag anschließenden Fragen der Schüler deutlich. Zu spüren war jedoch auch, wie fremd in mancher Hinsicht das Leben eines orthodoxen Juden auf unsere Jugendlichen wirkt.

M. Lehnertz-Lütticken