Dank an Pfarrer Georg Goeres (22.09.)

Seit 1998 hat er mit uns Schulgottesdienste gefeiert - Heute (22.09.) konnten wir Pfarrer Goeres, selbst ehemaliger Schüler des FWG, bei einer Abschiedsfeier in Heiligkreuz für sein Engagement bei uns danken.

„Diesen Gottesdienst feiert mit uns Herr Dechant Goeres von der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz, der selbst Schüler dieser Schule war …“ - Wie oft haben wir diesen Satz in den Schulgottesdiensten des FWG ausgesprochen!

14 Jahre kam Pfarrer Goeres regelmäßig zu unseren ökumenischen Schulgottesdiensten und hat fünfmal im Jahr mit uns Gottesdienst gefeiert: am Schuljahresbeginn, vor den Weihnachtsferien, zum Abitur, zum Kreuzweg und zum Schuljahresabschluss. Dazu kamen noch die Gottesdienste mit den Ehemaligen und die zu besonderen Anlässen, z.B. den Jubiläen.

Und er kam nicht nur zum Gottesdienst selbst, sondern hat auch viele Stunden mit uns zusammengesessen zur Vorbereitung der Gottesdienste. In den ersten Jahren kam er sogar zu Fachkonferenzen, hat mit uns diskutiert und seine Ideen eingebracht.

Die ganzen Jahre war er uns ein äußerst zuverlässiger Partner, hat seine Gedanken bei uns eingebracht - in vielen Predigten uns Lehrern, unseren Schülerinnen und Schülern und den Eltern wertvolle Worte mitgegeben.

Ein vertrautes und freundschaftliches Miteinander hat nun leider ein Ende.

Im Namen der Religionslehrer/innen, aber auch unserer ganzen Schulgemeinschaft sowie des Ehemaligenvereins danken wir ganz herzlich für sein Engagement bei uns. - Alles Gute und Gottes Segen für seinen weiteren Lebensweg.

Den Dank persönlich übermittelten unser Schulleiter Dr. Heim, Frau Lehnertz-Lütticken sowie Frau Ludwig.

Wie sehr sich Georg Goeres dem FWG - "seiner" Schule - verbunden fühlt, zeigen folgende Worte aus seiner Dankrede am Ende der Feier:

"Ich möchte Ihnen und euch danken, die mich auf dem Weg hierher begleitet haben: Da ist zunächst meine Mutter und die Familie. Als zweites möchte ich meine alte Schule nennen. Das mag Sie wundern, aber es hat einen Grund. In den Jahren hier habe ich gemerkt, wie kostbar so manches ist, was ich da gelernt habe. Bei Herrn Freischmitt (in Latein) stundenlang am Wortsinn feilen. Was bedeutet das Gesagte wirklich? Bei Herrn Scherer in Sozialkunde: Alle geschichtliche Entwicklung hat mehr als einen Grund. Alles ist von mehreren Seiten zu betrachten. Und von meinem Deutschlehrer Herrn Seelgen, der ja hier in Heiligkreuz lebte, hat mich immer ein Gedicht von Bertholt Brecht begleitet. Es heißt "Fragen eines lesenden Arbeiters". Ich zitiere daraus:

Wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen der Könige. - Haben die Könige die Felsbrocken beigeschleppt?

Der junge Alexander eroberte Indien. - Er allein?

Cäsar schlug die Gallier. - Hatte er nicht wenigstens einen Koch?

Dieses Gedicht hat mich immer daran erinnert, dass all die Dinge und all das, was heute so erwähnt wurde, nicht möglich sind, wenn nicht viele Menschen mitmachen. (...)