„Hand aufs Herz“: Leben retten macht Schule

Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums erlernen das Reanimieren

 

Bereits zum sechsten Mal in Folge wurde durch Mediziner und Berufsfeuerwehr allen Schülerinnen und Schülern des 9. Jahrgangs das Thema Reanimation näher gebracht. Mit großem Eifer und Interesse sind die Neuntklässler bei diesem besonderen Unterricht dabei.

So war schon die Ausstattung des Klassenraums mit Übungspuppen, Masken und weiteren Materialien dazu angetan, neugierig zu machen. Nach der verständlichen Vermittlung der notwendigen Grundlagen wurde den Schülerinnen und Schülern schnell klar, wie wichtig es ist, nach dem Absetzen des Notrufes sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen und diese so lange durchzuführen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

„Schon nach drei bis fünf Minuten ohne Blutfluss stirbt das Gehirn, bis dahin ist auch in Trier kein Rettungsdienst vor Ort“, erklären die Mediziner. Das motivierte alle Neuntklässler sich bei den praktischen Übungseinheiten zu engagieren, um fit zu werden, eine sofortige Herzdruckmassage anzuwenden – denn diese steigert die Überlebenschance einer Person mit plötzlichem Herzstillstand um das Drei- bis Vierfache.

2014 begann das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium auf Anregung und durch den tatkräftigen Einsatz von Herrn Dr. Werle, einem niedergelassenen Allgemeinmediziner, mit dieser besonderen Unterrichtseinheit. Seitdem ist sie fester Bestandteil des schulinternen Arbeitsplans der Fachkonferenz Biologie.

Als 2016 von Experten der Abteilungen für Innere Medizin III / Kardiologie sowie Anästhesie und Intensivmedizin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier die Kampagne „Hand aufs Herz – Trier rettet Leben“ initiiert wurde, durfte das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium schon für den Pilotversuch von der umfassenden Unterstützung profitieren.

Nunmehr konnte das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium das dritte Jahr in Folge auf den Einsatz der Experten zählen: Frau Dr. Hauptmann und Frau Norta vom BKT machten sich gemeinsam im Team mit Herrn Ahnen, Lehrrettungsassistent der Berufsfeuerwehr Trier, und Herrn Dr. Werle stark, um den Schülerinnen und Schülern die Lebensrettungsmaßnahmen anschaulich nahe zu bringen.

Dafür gilt Ihnen ein besonderes Dankeschön!