„Joyeuses Fêtes“ – eine Tagesexkursion ins weihnachtliche Metz

Kurz vor den Weihnachtsferien unternahmen die Französischkurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 am Freitag, dem 14.12.2018, eine Tagesexkursion nach Metz.

Gut gelaunt und voller Vorfreude auf die anstehende Fahrt fanden sich die Schülerinnen und Schüler des Französisch-Grundkurses 11 und der Französisch-Leistungs- und Grundkurse 12, die an diesem Tage von Frau Reinhard, Herrn Henkel und der französischen Sprachenassistentin des FWG, Louise Bay, begleitet wurden, um 8:00 Uhr am Treffpunkt ein. Dabei sollten auch die Temperaturen um den Gefrierpunkt der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Nachdem unser Reisebus eintraf, ging es via Luxemburg nach Frankreich und nach einer reibungslosen Ankunft in Metz steuerten wir um 10:00 Uhr unser erstes Ziel an – das Centre Pompidou, ein Museum für moderne Kunst, wo uns eine Führung in zwei Gruppen erwartete.

Die Führung durch die Ausstellung „Peindre la nuit“ („Die Nacht malen“) war eine großartige Erfahrung – die Museumsführer verstanden es auf lebendige Art und Weise, die Schülerinnen und Schüler in die Führung einzubinden, indem sie immer wieder Fragen zu den Exponaten stellten und damit das Interesse der Schülerinnen und Schüler noch weiter weckten, sodass diese in einen sehr regen und geistreichen Austausch mit den Museumsführern in französischer Sprache eintraten. Es verstand sich von selbst, dass viele der Kunstwerke fotografisch festgehalten wurden und auch die Schülerinnen und Schüler untereinander die nicht immer konventionellen Exponate diskutierten. Nach dieser kurzweiligen und ebenso interessanten Führung führte unsere Fahrt weiter in die Metzer Innenstadt.

Bereits auf dem Weg dorthin konnten wir die Architektur der zahlreichen Altbauten genießen, die das typisch französische Flair verbreiteten – schließlich ist Metz eine der wenigen Städte, die von der Zerstörungswut des Zweiten Weltkriegs verschont blieb und deshalb noch heute das ein oder andere architektonische Kleinod aus früheren Tagen zu bieten hat.

In der Innenstadt stand die Besichtigung der Kathedrale Saint-Etienne auf dem Programm. Auch hier waren die Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse bei der Sache – besonders die Architektur der Kathedrale und die Gestaltung der Seitenfenster hatten es ihnen sichtlich angetan. Noch vor Ort recherchierten sie weitere Details über eine der größten gotischen Kirchenbauten Frankreichs – so fanden sie beispielsweise via Online-Recherche heraus, dass die Gewölbehöhe stolze 41 Meter misst und die Fläche der Glasmalereien stattliche 6500 Quadratmeter beträgt.

Nach der Besichtigung der Kathedrale hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Innenstadt in Kleingruppen zu erkunden. Ein Ziel waren die nahegelegenen Markthallen, aber auch der Weihnachtsmarkt, der sich über sechs Stellen in der Innenstadt verteilte, die Einkaufsmöglichkeiten (hier seien stellvertretend nur die Galeries Lafayette genannt) oder auch die zahlreichen Bistros und Cafés waren weitere Highlights, die die Innenstadt zu bieten hatte. Die folgenden Stunden in Metz vergingen wie im Flug – doch auf dem Weg zurück zum Bus ließen es sich einige Schülerinnen und Schüler nicht nehmen, noch eine Runde auf dem Riesenrad zu drehen, das auf dem Weihnachtsmarkt direkt vor der Kathedrale stand, und so nochmal einen ganz besonderen Blick auf Metz zu bekommen.

Gegen 17:00 Uhr machten sich alle zum vereinbarten Treffpunkt auf und die Dämmerung hatte bereits eingesetzt. Auf unserem Rückweg bot sich uns ein weiteres sehenswertes Lichtschauspiel dar: Der „Sentier des Lanternes“, ein spektakulär und in allen erdenklichen Farben beleuchteter Pfad mit diversen weihnachtlichen Objekten, zog uns in seinen Bann und kam gerade aufgrund der einbrechenden Dunkelheit wunderbar zur Geltung.

Als wir um 19:00 Uhr wieder am FWG ankamen, waren wir uns alle einig: Es war ein erlebnis- und erkenntnisreicher Tag, der unsere Sprachkenntnisse und das Kennenlernen der Kultur unserer französischen Freunde weiter vertieft hat.

Markus Henkel