Kinobesuch „Gundermann“

Im Rahmen der DDR-Veranstaltungsreihe am FWG schauten sich der Leistungskurs Sozialkunde der 11. Stufe und der Grundkurs Geschichte der 12. Stufe das biografische Drama „Gundermann“ im Kino an. Im Film wird das Leben des gleichnamigen Liedermachers dargestellt. Lesen Sie hier die Filmrezension einer Schülerin.

„Gundermann“ zwischen Ideal und Wirklichkeit - eine Filmrezension

Braunkohlebergwerk und die große Bühne, Arbeiter und Liedermacher, zwei Dinge, wie sie widersprüchlicher nicht sein könnten. Und genau das ist es, was Gerhard Gundermann prägt, ein Leben voller Widersprüche. Gundermann, gespielt von Alexander Scheer, war Kommunist mit großen Zielen und klarer Meinung. Ein Bergarbeiter, ein Liedermacher, ein Familienvater und ein Spitzel der Stasi. Mit „Gundermann“ erschaffte Andreas Dresen einen Film, der zeigt, wie ein Liedermacher der 70er Jahre zum Spion seiner Freunde und Mitmenschen wird. Einen Film, der Liebe, Leidenschaft und Verrat in einem Spannungsfeld zwischen den 70er Jahren in der DDR und den 90er Jahren, während der Nachwendezeit, vereint, aber leider auch für viel Verwirrung und Unklarheit sorgt. Für einen Einblick in die Welt der damaligen DDR-Spitzel ist „Gundermann“ sicher zu empfehlen. Durch häufig unklar gebliebene Zeitsprünge und teilweise funktionslose Figuren fordert der Film jedoch auch höchste Konzentration und Interesse von seinem Zuschauer.

Marieke Scheithauer, MSS 11

 

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