Nachhaltigkeitstag der Erdkunde-Abiturienten

Nach der zweieinhalbjährigen Erörterung vieler globaler Probleme und Herausforderungen stand für den 13er Erdkunde-Leistungskurs zum Abschluss der Oberstufenzeit ein Projekt vor der Haustür auf dem Programm.

Passend zum Thema radelten die LK’ler einen Tag lang quer durch Trier, um Initiativen und Organisationen kennenzulernen, die sich ganz konkret für Nachhaltigkeit in unserer Stadt einsetzen. Den Anfang machte die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Trier, Eva Horack, die den Trierer Aktionsplan Entwicklungspolitik vorstellte und mit den Schülerinnen und Schülern intensiv über Mobilitätsverbesserungen und Öffentlichkeitsarbeit diskutierte. Bei der Energieagentur Region Trier erfuhren wir viele Details zur Energiewende, und wie sie in der Region umgesetzt werden kann. Insbesondere die Bedeutung von Wärmeerzeugung – und nutzung wurde uns an einem Entwicklungsplan für ein Eifeldorf anschaulich erläutert. Weiter gings zum Unverpackt-Laden in der Simeonstraße, wo uns der Inhaber einen Einblick in Geschichte und Betrieb dieses  einzigartigen Geschäftes gab. Der Verein Lokale Agenda e. V. ist seit zwanzig Jahren in Trier maßgeblicher Akteur bei der Umsetzung von Zielen zu Klimaschutz und Nachhaltiger Entwicklung und durfte auf unserer Tour natürlich nicht fehlen. Frau Mock stellte zahlreiche Projekte  wie das Repair-Café, das Weltbürger-Frühstück, die Gruppe „Foodsharing Trier“ oder ganz einfache Aktionsideen wie den „Refill-Sticker“ vor.  Die  letzte Station stellte die größte sportliche Herausforderung dar: Es ging zum Campus 2 der Universität, wo uns Frau Reichelt, die Asta-Referentin für Nachhaltigkeit, Maßnahmen an der Universität vorstellte. Neben Hochbeeten von deren Erträgen sich jeder bedienen darf und sogenannten „Fairteiler“-Schränken, in die „gerettete“ Lebensmittel gelegt und herausgenommen werden können,  zeigte sie uns Snack-Automaten mit fair gehandelten Süßigkeiten und das Angebot, Notizblöcke aus Fehlkopien herzustellen.  Auch der Universitätspräsident Herr Jäckel empfing uns, um über Nachhaltigkeitsthemen in der Forschung sowie über die Auszeichnung „Fairtrade Uni“ zu sprechen.  

Am Abend stellte sich der erste Muskelkater ein, aber auch die Erkenntnis, dass es vor Ort in Trier viele engagierte Leute gibt, die Nachhaltigkeit in die Tat umzusetzen. Die zukünftigen FWG-Absolventen waren sich einig, dass die ein oder andere Idee auch an unserer Schule umgesetzt werden könnte.

Thorsten Walter