Leitbild des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium versteht sich als Ort kultureller Bildung und Erziehung, der aus christlich-humanistischen Wurzeln zugleich Traditions- und Zukunftsorientierung als pädagogisches Leitbild hat.
Dementsprechend fühlt sich das FWG den alten Sprachen verpflichtet, ohne die neusprachliche Ausbildung, die Natur- und Gesellschaftswissenschaften, den Sport und die Künste zu vernachlässigen.
An unserem Gymnasium sollen unsere Schülerinnen und Schüler zu weltoffenen Menschen heranwachsen können, die Unterschiede und Vielfalt als Bereicherung begreifen.
Die Ausbildung der individuellen Fähigkeiten, die Stärkung des Selbstwertgefühls, die Förderung der Leistungsbereitschaft, die Achtsamkeit im Umgang miteinander und Freude am Lernen sind zentrale Ziele der Persönlichkeitsbildung am FWG. Ebenso legen wir Wert auf eigenständiges Denken, Kreativität und verantwortungsbewusstes Handeln.

Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten das Schulleben gemeinsam in offener Begegnung und gegenseitigem Vertrauen.

Das FWG in der Trierer Schullandschaft

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ist das älteste und traditionsreichste Gymnasium in Trier. 1561 von den Jesuiten gegründet sind wir heute ein staatliches Gymnasium, das zum einen die humanistische Tradition zeitgemäß lebendig hält, sich aber zum anderen auch den Herausforderungen der Moderne stellt. Beides mündet in ein ganzheitliches Bildungskonzept ein. Als einzige Schule in der Trierer Schullandschaft bieten wir demzufolge einen alt- und neusprachlichen Bildungsgang an.
Die noch überschaubare Größe der Schule kommt unserem Bemühen entgegen, die einzelnen Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Fähigkeiten individuell zu fördern und mit den Eltern intensiven Kontakt zu pflegen. Zugleich ist eine gute Organisation des Unterrichts innerhalb eines breit gefächerten Angebots gewährleistet.

Altsprachlicher und neusprachlicher Zweig

Der altsprachliche Zweig
Im altsprachlichen Zug wird in der 5. Klasse neben Latein als erster Fremdsprache bereits parallel Englisch unterrichtet, wodurch an die in der Grundschule erworbenen Fremdsprachenkenntnisse angeknüpft wird. Gleichzeitig ermöglicht dieses Modell eine größere Flexibilität bei einem eventuellen Schulwechsel.
Latein plus eröffnet die Chance, durch zwei ganz unterschiedliche Zugangsweisen Kompetenzen sowohl in der Zielsprache als auch in der Kultur des jeweiligen Landes zu erwerben. Von Beginn an kontrastieren und vergleichen die Schüler die so genannte alte und die moderne Fremdsprache: Während der Lateinunterricht eher analytisch angelegt ist und seine Schwerpunkte bei Spracherwerb, Sprachbetrachtung, Texterschließung und Übersetzung liegt, steht im Englischen zunächst die Kommunikation im Vordergrund. Gemeinsame, fachübergreifende Projekte tragen dazu bei, das gegenseitige Verständnis für beide Sprachen zu wecken und zu vertiefen.
Die dritte Fremdsprache, die im altsprachlichen Zug verpflichtend ist, setzt in der 8. Klassenstufe ein. Die Schülerinnen und Schüler können sich zwischen Griechisch und Französisch entscheiden. Besonders interessierten und sprachbegabten Schülerinnen und Schülern mit Griechisch als 3. Fremdsprache ermöglichen wir das Erlernen der weiteren modernen Fremdsprache Französisch im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft, der so genannten „AG F“.

Neusprachlicher Zweig mit "Englisch und zweiter Fremdsprache in der 6. Klasse"
Der neusprachliche Zug passt sich ebenso den veränderten Lernvoraussetzungen an. Englisch ist erste Pflichtfremdsprache in der 5. Klasse, ab der 6. Klasse tritt die zweite Pflichtfremdsprache, Französisch oder Latein, hinzu. Dieser vorgezogene Einstieg in die zweite Fremdsprache wird durch eine altersgemäße Vermittlung und entsprechende Zugangsmethoden erleichtert, so dass Schwellenängste genommen werden und ein so genannter sanfter Einstieg ermöglicht wird.
Eine dritte, fakultative Fremdsprache kann ab der 9. Klasse hinzutreten. Die Schülerinnen und Schüler können  – je nach bisheriger Sprachenwahl – Latein oder Italienisch hinzu wählen. Ferner steht für Interessierte der Besuch der Arbeitsgemeinschaft Französisch („AG F“) offen, sofern Französisch als dritte fakultative Fremdsprache wegen Unterschreitung der notwendigen Messzahl nicht eingerichtet werden kann.

Sprachenfolge in der Sekundarstufe I - Überblick

Unsere Sprachenfolge in der Sekundarstufe I in der Übersicht

 

 

Altsprachlicher Zug

 

Neusprachlicher Zug

FS
Kl

1.FS

2.FS

3.FS

 

1.FS

2.FS

3.FS fakultativ

 

 

 

 

 

 

 

 

10

L

E

GR/F

 

E

L/F

L/It/(F)

9

L

E

GR/F

 

E

L/F

L/It/(F)

8

L

E

GR/F

 

E

L/F

 

7

L

E

 

 

E

L/F

 

6

L

E

 

 

E

L/F

 

5

L plus E

 

 

E

 

 

 

L:            Latein
E:            Englisch
GR:         Griechisch
F:            Französisch
It:            Italienisch

 

Die Einrichtung der jeweiligen Lerngruppen im Falle der Wahlpflichtfächer und Wahlfächer hängt von der entsprechenden Nachfrage ab und ist jeweils an Messzahlen gebunden!

  

Stundentafeln am FWG - eine Übersicht

Stundentafeln_am_FWG_UEbersicht_fuer_2014.pdf

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Stundentafeln im laufenden Schuljahr mit Klassenübersicht.

Unser Arbeiten in der Orientierungsstufe - ein Überblick

Unsere_Arbeit_in_der_Orientierungsstufe.pdf

In der obigen pdf-Datei erhalten Sie einen Einblick in unser Arbeiten in der Orientierungsstufe. Bitte durch Anklicken öffnen!

Sekundarstufe II - MSS

Die Oberstufe (Sekundarstufe II) ist wie an allen Gymnasien in Rheinland-Pfalz nach dem Modell der Mainzer Studienstufe (MSS) aufgebaut. Die Schülerinnen und Schüler können im Rahmen festgelegter Regeln durch die individuelle Wahl ihrer Leistungs- und Grundkurse bestimmen, ob sie die sprachlichen Kenntnisse weiter intensivieren oder aber ihre Schwerpunktsetzung in den mathematisch-naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen oder künstlerisch-musischen Bereich verlagern.  
Je nach Anmeldezahl kooperieren wir in bestimmten Leistungsskursen (z.B. Musik) mit dem Angela-Merici-Gymnasium oder dem Humboldt-Gymnasium.

 

 

Unsere Schwerpunkte

 

Im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung legen wir großen Wert auf das Fördern der Sozial-kompetenz unserer Schülerschaft.

 

... im künstlerischen Bereich

Seit Jahren beleben regelmäßig stattfindende Theateraufführungen und Musikdarbietungen unseren Schulalltag. Die Theater-AG in der Mittelstufe führt nahtlos in das Fach „Darstellendes Spiel" in der MSS; eine AG „Theaterkulissen", verschiedene Chor- und Orchestergruppen sowie eine Jazzband ermöglichen eine jahrgangs- und klassenübergreifende Einbindung der einzelnen Schülerinnen und Schüler in die Schulgemeinschaft und tragen zum Herausbilden der eigenen Persönlichkeit bei.

...im naturwissenschaftlichen Bereich

Über das reguläre Unterrichtsangebot hinaus pflegen wir seit Jahren eine enge Kooperation mit außerschulischen Partnern wie der Universität Trier, der Hochschule Trier und der Industrie (RWE Trier). Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen nehmen regelmäßig am „Lötpraktikum" des RWE teil, unsere Physik-Kurse absolvieren Praktika an der Hochschule Trier. Unsere Leistungskurse Biologie und Chemie können in der analytisch-chemischen Abteilung des Fachbereiches Geographie an der Uni Trier experimentieren.

...im sportlichen Bereich

Sport ist ein fester Bestandteil in unserem schulischen Leben. Wir verfügen über einen schuleigenen Sportplatz mit Laufbahn, eine Beach-Volleyball-Anlage, eine große Mehrzweckhalle und eine Gymnastikhalle; das städtische Hallenbad liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Neben der Unterstützung und intensiven Betreuung talentierter Sportler, der Teilnahme an regionalen und überregionalen Wettbewerben werden in Zusammenarbeit mit den Naturwissenschaften gesundheitsfördernde Projekte durchgeführt um ein gesundheitsorientiertes Bewusstsein zu schaffen. Das internationale Schülerprojekt „Sport und Wissenschaften" mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unseren Nachbarländern Luxemburg, Belgien und den Niederlanden findet unter unserer Leitung statt. Nachmittags besteht die Möglichkeit, zusätzlich an zahlreichen Sport-Arbeitsgemeinschaften (Fußball, Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Rudern, Golf, Handball, Basketball, Jazztanz usw.) teilzunehmen. Darüber hinaus hat sich die Kooperation mit dem Ruderverein Treviris Trier vor allem in den Wettbewerben „Jugend trainiert für Olympia" als sehr erfolgreich erwiesen. Seit 2009 sind wir „Partnerschule des Sports".

Weitere Aktivitäten unseres schulischen Alltags

Teilnahme an Wettbewerben
Für unsere Schülerschaft gehört die Teilnahme an den verschiedensten Wettbewerben zu einem wesentlichen Element des schulischen Alltags: „Jugend forscht – Schüler experimentieren“, „Leben mit Chemie“, „Mathematikwettbewerbe“, „Jugend trainiert für Olympia“, Sprachenwettbewerbe wie „Certamen Rheno-Palatinum“ und „Moderne Fremdsprachen“, Wettbewerbe in den Gesellschaftswissenschaften, Vorlesewettbewerbe u. dgl. mehr zeugen immer wieder von der Begeisterungsfähigkeit und dem Engagement unserer Jugendlichen.

Austauschbegegnungen
Seit vielen Jahren haben unsere Jugendlichen die Chance, an unseren Schüleraustauschprogrammen mit Partnerschulen und -institutionen in Brasilien, England, Finnland, Frankreich und Italien teilzunehmen. Daneben haben wir auch individuelle Austauschprogramme z.B. mit Australien aufgebaut. Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir unsere Schülerinnen und Schüler, wenn sie einen längeren Auslandsaufenthalt in den USA anstreben.

Arbeitsgemeinschaften und Kooperationen
In unseren Arbeitsgemeinschaften spiegelt sich ebenfalls ein Teil unseres schulischen Alltags wieder: Aus der Vielzahl der angebotenen AGs seien hier exemplarisch genannt „Die Rechtschreibdetektive“, „Technik-AG“, „Astronomie“, „Der Maulwurf“ – unsere Schülerzeitung, „Projekt Medienscouts“ im Rahmen „Medienkompetenz macht Schule“, „Griechenland-AG“, „Chinesisch am FWG“ und dergleichen mehr.

Wir pflegen enge Kooperationen u.a. mit der Stadtbibliothek, der Europäischen Akademie Otzenhausen (Methodenseminar für die MSS) und der IHK Trier (Projekte zur Berufsorientierung)

Unser Mittagstisch
Von Montag bis Donnerstag bieten wir in der Zeit von 12.15 Uhr bis 13.45 Uhr einen Mittagstisch an. Hier können sich vor allem die Schülerinnen und Schüler, die neben ihrem Nachmittagsunterricht unsere Arbeitsgemeinschaften besuchen, in geselliger Runde für den Nachmittag stärken. Danach stehen ihnen Schulhof und Aufenthaltsräume für kleinere Aktivitäten zur Verfügung, bevor Unterricht und Arbeitsgemeinschaften beginnen.

Projektschule: „Medienkompetenz macht Schule“

 Seit 2009 sind wir innerhalb des rheinland-pfälzischen Programms „Medienkompetenz macht Schule“ zur Projektschule ernannt.

Von der Ausstattung her haben wir mittlerweile in über 10 Räumen elektronische Tafeln (Whiteboards).

Unter Medienerziehung verstehen wir nicht nur das Erwerben von praktischen Fertigkeiten im Umgang mit den Neuen Medien, sondern auch den kritischen Umgang damit, um ein kompetentes Übernehmen von Verantwortung bei der Informationsnutzung und beim Austausch von Informationen.
Nach unserem didaktischen Konzept sehen wir Medienkompetenz als Fähigkeit,
- „Medienangebote sinnvoll auszuwählen und zu nutzen,
- eigene Medien zu gestalten und zu verbreiten,
- Mediengestaltungen zu verstehen und zu bewerten,
- Medieneinflüsse zu erkennen und aufzuarbeiten.“
Erweitert wird der gesamte Komplex „Medienkompetenz“ um
- die Ausbildung von Lehrkräften zu Jugendmedienschutzberatern,
- das Angebot der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu sog. 
  „Medienscouts“, bei der vor allem die Aufklärung und Sensibilisierung
  im Bereich „Jugendmedienschutz“ im Vordergrund steht,
- den Aufbau und die Nutzung von „eTwinning“, dem europäischen Portal für
  Schulpartnerschaften und europaweite Schulprojekte.

Dabei ist das Internet zweifelsohne das Medium, das im Zentrum der modernen Mediengesellschaft steht - ist es doch eine mediale Plattform, die traditionelle Medien wie Zeitung, Buch, Fernsehen, Foto, Video, Film etc. zu integrieren vermag.
Ganz bewusst legen wir zugleich Wert darauf, solche traditionellen Medien nicht an den Rand zu drängen, sondern sie vielmehr eher betont zu pflegen, damit hier kein falsches Entweder-Oder entsteht. So gehören zum medialen Programm nach wie vor ein fester Theaterbesuchsplan, die Teilnahme der 8. Klassen am Zeitungsprojekt des „Trierischen Volksfreunds“, Kinobesuche zur Einübung in die Filmanalyse, die Bibliothekstage in der Stadtbücherei und der Stadtbibliothek. 
 
(vgl. Artikel „Medien und Medienkompetenz", Festschrift 450 Jahre FWG, 193-197)