Lichtzeichnungen zum Thema "Traum/Unterbewusstsein" (12 BK Pflichtkurs 2017/18, Leitung: Julia Sterk)

Eierbecher-Design (BK-Grundkurs 11, Juli 2016)

Die Beschäftigung mit Aspekten des Designs spielt im Kunstunterricht der Oberstufe stets eine herausragende Rolle, und zwar nicht nur in der theoretisierenden Betrachtung historischer Entwicklungen und damit zusammenhängender stilistischer Erscheinungsformen, sondern auch im Blick auf die Möglichkeiten künstlerisch-praktischer Umsetzung des Gelernten. In diesem Fall ging es um Entwurf und Bau eines non-funktionalen, miteinander kommunizierenden „Eierbecher-Pärchens“, bei welchem die Gestaltungsabsicht hauptsächlich darauf zielte, dem Betrachter einen assoziativ-inhaltlichen Deutungsrahmen anzubieten. Bereits die originellen Titel der Arbeiten „Labilität – Stabilität“ (Ruben Wabschke), „Die vier Elemente“ (Anna Mergens), „Jahreszeiten“ (Lena Raltschisch und Daniel Adams), „Organische Welt – Technoide Welt“ (Tina Herrig), „Gefangenschaft – Freiheit“ (Meike Smyk) oder Niklas Georges „Geben und Nehmen“ machen deutlich, dass die den Objekten zugrunde liegenden Konzepte nicht von praktisch-funktionalen Erwägungen bestimmt waren – eher im Gegenteil. Dass dabei immer wieder die Grenze vom trivialem Gebrauchsstück zum sich selbst genügenden Kunstwerk überschritten wird, ist insofern unbedingt gewollt und Teil der Aufgabenstellung. mr

Die Roboter sind da! (Klasse 5a, Juli 2016)

Eine Roboterparade: Glücklicherweise hat der bunte Aufmarsch der Maschinenmenschen aber eher amüsante als bedrohliche Züge. Bei den von den Schülern der Klasse 5a geschaffenen „Prototypen“ handelt es sich gewissermaßen um die ersten Versuchs-Exemplare kommender Baureihen, wobei besonders die zum Teil recht ausgefallenen Einsatzfelder und Anwendungsbereiche überraschen, die die Mädchen und Jungs ihren Werken zugedacht haben – es gibt graziöse Blech-Baletteusen und schicke Disco-Tänzer, Tauch-Roboter ermöglichen gefahrlose Unterwasser-Einsätze und nette Hausaufgaben-Roboter erledigen lästige Schülerpflichten, ohne dabei jemals die Geduld oder ihre gute Laune zu verlieren. Wer möchte so einen zuverlässigen Nothelfer nicht zuhause haben ? H. Meurer

Kunstprojekt des FWG an der Hochschule am Paulusplatz

"Zieht euch warm an, wir machen einen Ausflug" war die einzige Information, die wir vor einer Unterrichtsstunde Kunst von unserem Lehrer Andreas Röhr erhalten hatten. Die Verwirrung war groß, und alle Schülerinnen und Schüler des 13er Leistungskurses Kunst des FWG fragten sich, was dieses geheimnisvolle Ziel sein könnte. Unser Weg endete nach nur knapp 10 Minuten am ehemaligen Kiosk in der Südallee, der neuen „Bühne“ für Kunst und Design in der Trierer Innenstadt. Hier trafen wir den aus Schottland stammenden Künstler Harry Alexander Morrison, der in dem Mini-Museum seine Werke ausgestellt hatte. Wir bekamen die Chance, mit ihm gemeinsam kreativ zu werden. Unser ungewöhnliches Arbeitsmaterial war Gelatine, mit der wir einen Druck erstellen sollten. Das Motiv sollte sich aus für uns bedeutsamen Gegenständen zusammensetzen, die ähnlich wie dreidimensionale Stempel auf dem elastischen Grund der Gelatine gedrückt und dann auf die Bildfläche übertragen werden. Obwohl wir anfangs die Technik noch nicht ganz verstanden hatten, war die Vorfreude aufgrund dieser Neuigkeiten innerhalb des Kurses groß.

Es folgte eine Kunststunde, in der wir Wasser und Gelatine anrührten - das richtige Mischverhältnis hatten wir unter Aufwendung all unserer mathematischen Fähigkeiten errechnet - dabei beobachteten wir mit bangen Blicken die sich verändernde Konsistenz und hofften, dass die Gelatine am nächsten Schultag ausgehärtet wäre. Vielleicht war diese Ungewissheit, ob unsere Gelatine-Platten fest würden und ob der Druck letztendlich das erhoffte Ergebnis zeigen würde, überhaupt erst der Grund, weshalb wir am folgenden Tag in der Hochschule Trier am Paulusplatz gemeinsam mit unseren Lehrern mit den von uns selbst hergestellten Druckplatten und unseren persönlichen Besitztümern begeistert druckten, experimentierten und zahlreiche Bilder, mal mehr oder weniger exakt, mit viel Spaß erstellten und schöne, ein wenig mysteriös wirkende und sehr interessante Ergebnisse erhalten haben.

Sophie Meurer

"Gotik" als Linolschnitt (Leistungskurs BK 11 (Schulj. 2013-14, 1. Halbjahr)

Aquarium - Zeichnungen (Fineliner) aus Klasse 5 (Schulj. 2013/14)

Bizarre Welten

Treppen sind zu sehen, gerade und sich windende, auf- und absteigende. Stufen, die an einer  Mauer entlang führen oder auf Türen und Gänge zusteuern und uns eine Richtung vorgeben, am Ende aber doch ins Nichts führen.

Perspektivische Darstellungen sollen uns dabei helfen, einen Raum dreidimensional zu erschließen, ihn in seinen Ausmaßen zu erfassen. Jede Einzelheit in den Schülerarbeiten ist perspektivisch richtig, doch der Betrachter stellt fest, dass die Darstellung als eine solche „Sehhilfe“ unbrauchbar ist.

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Bildende Kunst der Klassenstufe 11 haben sich mit der Konstruktion und Verfremdung zentralperspektivischer Darstellungen auseinandergesetzt und aus realen Räumen in mehreren Übungsschritten Fantasiewelten geschaffen, die zum Suchen und Verweilen animieren. Sowohl das zeichnerische Detail als auch der Gesamtraum laden zum Entdecken und Träumen ein - und vielleicht auch dazu, eine eigene Version bizarrer Welten zu erschaffen.

Raumverfremdung (LK BK 11, 2011/12)

"Blaue Stunde" - Gemälde der Klasse 5 (Schuljahr 2011/12)

Figurentheater: Die Bremer Stadtmusikanten (Mai/Juni 2011)

Schüler/innen der AG Figurentheater (7./8. Klasse) unter der Leitung von Kunstlehrer Andreas Dinter erweckten die Bremer Stadtmusikanten zu neuem Leben und präsentierten sie vor FWG-Publikum (450-Jahr-Feier, Vorführungen für die Klassen 5,7 und 8) und in zwei Seniorenheimen.

Vom Bauen der Stabpuppen und der Kulissen bis hin zum Schreiben und Inszenieren des Stückes haben die Schüler dabei alles selbst gemacht. Entstanden ist ein kleines Kunstwerk – das alte Märchen in einem frischen Gewand.

Das Stück lebt von den liebevoll gestalteten Figuren und Kulissen, von den charmanten und witzigen Dialogen und vor allem von dem großartigen Spiel der Darsteller, denen es gelang, die kleinen Puppen äußerst tierisch beziehungsweise menschlich wirken zu lassen und somit das Publikum in ihren Bann zu ziehen.