Darstellendes Spiel als Fach

Spielendes Lernen - wie geht das?

Hast Du Spaß am kreativen und expressiven Arbeiten wie z.B. in Deutsch, Bildender Kunst, Musik, Sport, Theater-/Sport- AGs.

Dich erwartet im Darstellenden Spiel:
Intensives Arbeiten in Gruppen bei gemeinsam entwickelten Projekten,wobei Du eigene Ideen einbringen kannst,die mit viel Bewegung,kreativer Arbeit mit Texten und Einfällen Können und viel Spaß am szenischen Darstellen vermitteln.
Neugierig geworden? 
Lies die Informationen / wende Dich an die DS - Lehrer Fr. Braun, Fr. Denzinger u. Hr. Steimer 

DARSTELLENDES SPIEL
- vermittelt ästhetische Bildung im Bereich der Darstellenden Kunst / des Theaters
 
als Grundfach von der 11 bis zur 13  innerhalb der künstlerischen Fächer (KF)
 
(ausschließlich zu Musik und Bildender Kunst)
  in 3 Wochenstunden
- kann ggf. mündliches Abiturprüfungsfach werden
- verlangt je 1 Kursarbeit / Halbjahr
- verteilt Noten zu je 1/3 auf KA , spielpraktische und sonstige Leistungsnachweise
- legt Überprüfungen oder Kursarbeiten schriftlich und/oder spielpraktisch an 

 DS bevorzugt an Methoden und Zielen 
- Lernen in Gruppen (Ensemblearbeit)
-
Schülerorientierung (Schüler wählen Themen aus, agieren, inszenieren und
  beurteilen selbst)
-
Handlungsorientierung (learning by doing)
- g
anzheitliches Lernen (mit Kopf, Herz und Körper)
-
Projektarbeit
-
Öffentliches Aufführen  

DS fördert
- Persönlichkeitsbildung
 -
individuelle Kompetenzen (wie Kommunizieren, Selbsterfahren, Selbstvertrauen,
   Probehandeln)
 -
soziale Kompetenzen (wie Gruppenarbeit, Einfühlungsvermögen, 
  
Perspektivwechsel, Kooperation, Vertrauen, Toleranz)
-
Sach- und Methodenkompetenzen rund ums Theater
-
Spielfreude und -fähigkeit
-
Mut und Kreativität, Ideen einzubringen und umzusetzen
-
fächerübergreifendes Empfinden
-
Teamfähigkeit
-
Sprache und Körpersprache

  DS fordert aber auch
- d
auernde Präsenz (in verlässlicher Anwesenheit und hoher Aufmerksamkeit
  während der Stunden)
-
Einordnen in Gruppen
- i
ntensive und expressive Körperarbeit
- h
öherer Zeitaufwand bei Vor-/Nachbereitungen, Proben, abendlichen
  Theaterbesuchen sowie eigenen Aufführungen
-
Texte und Bewegungen zu merken
-
Theorien zu verstehen und in die Praxis umsetzen  

DS- Kurse und ihre Präsentationen im Überblick

Unsere_DS-Kurse_und_Praesentationen.pdf

In dieser PDF-Datei erhaltet ihr einen Überblick über alle DS-Kurse des FWG, die es seit der Einrichtung dieses Faches gab/gibt, sowie einen Überblick über die schulischen und öffentlichen Auftritte bzw. Präsentationen der einzelnen Kurse. - Bitte öffnen durch Anklicken!

Ein Hoch auf unsere heile Welt - GK 12 "Blackaholics" 2011

Einen riesigen Erfolg feierte der Grundkurs Darstellendes Spiel 12, die Blackaholics, beim „Schülertheaterfestival. Das Fünfte“ am 31. Mai 2011. Mit lang anhaltendem Applaus wurde die eigenständig entwickelte Collage „Ein Hoch auf unsere heile Welt“ bejubelt. 
Ein Hoch auf unsere moderne technisierte Welt, die sich in den letzten Jahrzehnten so rasant entwickelt hat. Und so merken wir gar nicht, dass wir nur noch nach dem Takt handeln, den sie uns vorgibt.
Mal ehrlich: So heil, wie sie scheint, ist sie gar nicht, unsere Welt. Nur wir nehmen so manches gar nicht mehr wahr.
Wir, die Blackaholics, wollen auch die Schattenseiten dieser scheinbar heilen Welt zeigen, einige Gewohnheiten und Veränderungen unserer Gesellschaft kritisch beleuchten und auf wachsende Süchte, Gier, Neid und auch die Selbstzweifel des modernen Menschen hinweisen. Die Werbung umgarnt uns mit Werbesprüchen, der Konsum diktiert unseren Alltag, die Technisierung macht unsere Welt immer schneller, Infotainment lässt uns abstumpfen und Macht und Geld kontrollieren uns und unsere Lebenszeit. Witzig, ernsthaft und unterhaltsam versuchen wir uns selber auf die Schliche zu kommen, euch und uns mit neuen Augen durch unsere Welt zu führen, uns und euch Dinge zu zeigen, die wir jeden Tag unseres Lebens vor uns sehen. 
G. Braun
 

„Zwischen Wahn und Sinn“ (Mai 2011)

Die beiden Grundkurse Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe 12, die Stagedivers (Gk Herr Steimer) und die Blackaholics (Gk Frau Braun), präsentieren mit „Zwischen Wahn und Sinn“ ihr gemeinsam entwickeltes Projekt zum 450-jährigen Jubiläum des FWG.
Sie entführen die Zuschauer in eine skurrile Welt zwischen Erde und Hölle, in der die kleinen, allseits bekannten Schulalltagssünden in der Erinnerung lebendig werden und in der Hölle infernalisch bestraft werden.
Inhaltlich haben sie sich bei dem Projekt „Zwischen Wahn und Sinn“ an Dantes „Göttliche Komödie“ orientiert. Dante wird in die Hölle geführt, die aus zehn Kreisen zum Erdmittelpunkt hin besteht. Diese Kreise sind die Orte, in denen sich in verschiedenen Stufen die Buße und Läuterung der Sünder vollzieht. Im oberen Höllenkreis büßen die Sünder aus Maßlosigkeit und in den beiden untersten die Sünder des Verrats. Gottes Gerechtigkeit, in deren Namen die Folter und Qualen in der Hölle ausgeführt werden, ist quasi ein Ausgleich für die Missetaten der Lebenden. Ironischer Weise ist das Prinzip ihrer Strafen eine Umkehrung ihrer irdischen Sünden, Habgierige zum Beispiel schieben bis in alle Ewigkeit Felsbrocken vor sich, Unruhestifter werden von den Teufeln gepiesackt usw.
In „Zwischen Wahn und Sinn“, das für das Fest zum 450. Jubiläum des FWG im Rahmen der Wiedersehensfeier der Ehemaligen entwickelt wurde, versammelt sich eine skurrile Gesellschaft ehemaliger Schüler zu einem gemeinsamen Treffen, an dem man sich voller Vergnügen an Szenen aus der alten Schulzeit erinnert: an Streiche, ans Zu-spät-Kommen, ans Abschreiben, an Fächer ohne Hausaufgaben, an das Piesacken von Mitschülern, an das Verraten anderer,  – all diese und die anderen kleinen oder großen Missetaten des Schulalltags werden wieder lebendig – auch die der Lehrer.
Mit der Erinnerung flammen aber auch alte Gewissensbisse über die noch nicht geschehene Buße und Bestrafung für diese „Untaten“ wieder auf. Und wie im Wahn maximieren sich in einem Alptraum die eigentlich harmlosen Delikte zu riesigen Straftaten: Die alltäglichen Verfehlungen wachsen zu entsetzlichen Sünden und verlangen nach furchtbaren Strafen, in denen die Sünder in alle Ewigkeit mit ihren eigenen Fehlern konfrontiert werden. 
Und so verschlingt das Höllentor (s. Foto) die Sünder mit dem desillusionierenden Raunen: „Lasst alle Hoffnung, wenn ihr eingetreten!“ - und die Hölle beginnt, sich mit Missetätern zu füllen ... 

AVANT!GARDE! und GesICHtet (Juni und Oktober 2010))

Mit zwei spektakulären Aufführungen präsentierten sich beide DS-Grundkurse 12 auf dem Trierer-Schülertheater-Festival und beim DS-Abend am FWG (s. Nachrichtenteil).
„AVANT!GARDE!“ der´Blac(k)tors´ orientierte sich mit verstörend- poetischem Körper- und Bewegungstheater am Futurismus, einer experimentellen Kunstbewegung des beginnenden 20.Jahrhunderts.
„GesICHtet“ der ´Black-Outs´ zeigte in höchster Präzision eine äußerst vielfältige Szenencollage, in der die Auseinandersetzung mit dem eigenen/ dem zweiten Ich in immer wieder wechselndem Rollen- und Maskenspiel gespiegelt oder aufgedeckt wird. Mit gebannter Aufmerksamkeit, verblüffender Wiedererkennung oder schallendem Gelächter wurden beide Auftritte von den Zuschauern belohnt. 

Theaterprojekt: IN&OUT

Die „Stagedivers“, alias Grundkurs Darstellendes Spiel 11, präsentierten (im Mai 2010) ihr erstes großes Theater-Projekt auf Einladung des Jugendamtes der Stadt Trier anlässlich des Studien- und Impulstages „Mobbing und Cybermobbing“ in der Katholischen Akademie.
 
„Ene mene meck…“ scheinbar harmlose Auszählreime ziehen sich als roter Faden durch eine Szenencollage, in der sich Bilder, Texte und Szenen zu unterschiedlichsten Formen des Mobbings verdichten.
„…und Du bist weg!“ Wie leicht Worte verletzen und  zu beängstigender Aggressivität sich wandeln können, zeigen die Schülerinnen und Schüler ihren  authentischem Umgang mit diesem heiklen Thema in höchst einprägsamen Szenen mit hoher Präzision und gekonnten theatralen Mitteln.

DS beim Methodentag (Kl. 8)

Das Modul DS am Methodenlerntag hatte als Grundkonzept, die Schüler/innen unmittelbar in einen vorgegebenen Spielrahmen  (Bild E. Hopper: “Nighthawks“) hineinzusetzen, darin sukkzessive sich erweiternde Ausdrucks- und Spielmöglichkeiten kennenzulernen, selbst zu entwickeln und zu präsentieren.