Exkursion zum BioGeoLab der Universität Trier

Am 24. Januar 2018 startete unser EK LK 11 seine Exkursion zum Thema "Albedo & Co." an der Uni Trier.
Ausgestattet mit modernen Messgeräten wie einem Umgebungs- und einem Oberflächenthermometer machten wir uns auf den Weg in die Trierer Innenstadt, wo wir an verschiedenen Orten die Temperaturen sowohl in der Luft als auch auf verschiedenen Oberflächen maßen. Zu den jeweiligen Messpunkten wie Viehmarkt, Hauptmarkt oder Neustraße leitete uns ein App und unsere Messdaten trugen wir in eine Mappe ein, die uns den ganzen Tag über begleitete. 
Mit den Daten im Gepäck fuhren wir zum Campus 2, wo wir mit Hilfe eines Computerprogramms die Temperaturverteilungen in der Stadt zwischen unseren Messpunkten auf einer Karte sichtbar machten. Mithilfe von Vergleichsdaten, welche auf dem Petrisberg gemessen wurden, erstellten wir Hypothesen zur Temperaturverteilung. 
Unsere Hauptfrage "Warum, ist es in der Innenstadt ca. 1°C wärmer als auf dem Petrisberg?" sollte nun mithilfe von Albedo-Messungen beantwortet werden. Dazu untersuchten wir im Labor verschiedene Materialien auf ihr Verhalten bei Lichteinstrahlung und ermittelten, welche Materialien Licht gut reflektieren bzw. absorbieren. Nach einer kurzen Mittagspause nutzten wir unser neu gewonnenes Wissen zum Thema Albedo und zeigten Lösungsmöglichkeiten auf, die ein starkes Aufheizen der Trierer Innenstadt im Sommer verhindern könnten. 
Wir kamen zu dem Schluss, dass große dunkle Flächen wie der Viehmarktplatz durch Begrünung (zum Beispiel Rasengitter) verändert werden müssten, um die Aufheizung zu senken. 
Für uns endete ein sehr interessanter Schultag, an dem wir viel über Albedo lernten und dieses Wissen anwandten. 
Lorenz Becker und Marius Steinhauer

Klimawandel findet STADT: Mobilitätsprojekt mit der Uni Trier (EK-LK 12)

Immer wieder tauchen die Themen Erderwärmung und Klimawandel in der Schule auf - ganz besonders oft natürlich im Erdkunde-Unterricht. Doch was hat das Ganze wirklich mit uns zu tun? Was bedeutet Klimawandel für Trier und was sind notwendige Anpassungsmaßnahmen?
Mit diesen Fragen befasste sich der Erdkunde-Leistungskurs 12 im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Universität Trier. Die an verschiedenen Hochschulen arbeitende Arbeitsgruppe „Klimawandel findet STADT“ hat Module erarbeitet, mit deren Hilfe Oberstufenschüler dem Klimawandel in ihrer jeweiligen Stadt auf die Spur kommen können.
Für die FWG-Schüler sollte sich alles um das Thema Mobilität drehen. Wie schon die Wortwolke (siehe Bild) eines ersten Brainstormings zu Trierer Verkehrsproblemen zeigte, fiel es den Schülern nicht schwer, sich auf das Thema einzulassen, da sie ja selbst alle als Verkehrsteilnehmer Experten und Problembetroffene sind. In einem nächsten Schritt machten sie sich in Gruppen auf, um im Realraum der Umgebung des FWG neuralgische Verkehrspunkte zu untersuchen (Verkehrszählung, Busfahrpreise, ÖPNV-Netz, Verkehrssicherheit für Radfahrer usw.). Nach intensiver Beschäftigung mit einem computerbasierten Planspiel zur Verkehrs- und Städteplanung entwickelten die Schüler eine Homepage, auf der sie Verbesserungsvorschläge für bestimmte Mobilitätsthemen in Trier erläuterten.
Zum Abschluss des Projektes kam Verkehrsplaner Wilko Kannenberg vom Stadtplanungsamt Trier zu uns ins FWG. Die Schülergruppen präsentierten ihre Vorschläge und hörten interessiert den Ausführungen des Experten zu. Es zeigte sich, dass die Schüler einige heiße Eisen aufgegriffen hatten (wie z. B. den Einsatz von E-Bussen, Park&Ride-Parkplätze, ein verbessertes Fahrradwegenetz, bessere ÖPNV-Anbindung der Region an die Stadt Trier), die bereits von den Planern diskutiert bzw. auch schon umgesetzt werden. Die Schüler bekamen einen umfassenden Einblick in Planungsprozesse und auch einen Eindruck davon, wie langwierig und mühsam die demokratische Umsetzung einer fachlich sinnvollen Idee sein kann. Nicht zuletzt verhindert ein enger finanzieller Rahmen so manche ökologisch und planerisch notwendige Maßnahme. In der lebhaften Diskussion wurde allerdings auch klar, dass es oft unsere eigenen bequemen Entscheidungen sind, die einer effektiven CO2- oder Feinstaub-Reduzierung im Wege stehen. Dennoch lassen die vielen Schüler-Statements, die sich für eine stärkere Förderung von ÖPNV und Fahrradverkehr aussprachen, für die zukünftige (nachhaltige) Verkehrsentwicklung von Deutschlands ältester Stadt hoffen. Thorsten Walter

Erdkunde-Leistungskurs 12 on tour (September 2017)

Unter fachkundiger Leitung von Diplom-Geograph und Landschaftsplaner Reinhold Hierlmeier unternahm der Erdkunde-Leistungskurs 12 eine Reise in die Vergangenheit. Nach einer kurzen Bahnfahrt begann die Exkursion am Schodener Bismarckturm, hoch über der Saar gelegen. Am Beispiel des Wiltinger Saarbogens sollten vor Ort geologische und geomorphologische Zusammenhänge erörtert werden, was durch die lebendige und anschauliche Vermittlungsweise unseres Referenten auch tatsächlich gelang. Theoriewissen wurde im wahrsten Sinne „begreifbar“, konnten wir doch die mitgebrachten Gesteinsproben direkt den uns umgebenden Gesteinsformationen zuordnen. Von den zahlreichen Aussichtspunkten fiel uns der fluviatile Formenschatz des Saarburger Landes regelrecht „ins Auge“. Haupt- und Mittelterrassen, trockengefallene ehemalige - teils von Mooren durchzogene - Flusstäler und die berühmten Umlaufberge der Saar („Ayler Kupp“) konnten wir in situ betrachten und analysieren. Auf unserer dreistündigen Wanderung entlang der Schodener Weinberge wurde uns deutlich, dass die heutige Landschaft das Ergebnis unterschiedlicher Entwicklungen und Ereignissen ist. Verschiedene Faktoren (Gesteinsuntergrund, Temperaturschwankungen, Klimaveränderungen) bilden spezifische Formen heraus und schaffen somit die Bedingungen für menschliches Handeln. Am Beispiel des Weinbaus und des Tourismus erfuhren wir die Bedeutung dieser Naturfaktoren, wobei natürlich umgekehrt auch der Mensch zunehmend die natürlichen Gegebenheiten beeinflusst. Um viele neue Erkenntnisse bereichert und froh, die Regionalbahn nach Trier nach einem beeindruckenden Endspurt doch noch erreicht zu haben, endete unser Exkursionsnachmittag wieder in Trier.
Thorsten Walter